Heute im Blog: „Zukunft wächst auf dem Land“
- vor 18 Stunden
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Breites Aktionsbündnis Ländliche Räume in Schleswig-Holstein – mit Bauernverband, Unternehmensverband Nord, Landfrauen und Landjugend, Familienbetrieben Land und Forst sowie Verbänden der Waldbesitzer und Lohnunternehmer

Mit einem außergewöhnlichen Bündnis wollen in Schleswig-Holstein sieben einflussreiche Verbände den ländlichen Raum stärken. Zugleich üben die führenden Vertreter aus Bauernverband, Unternehmensverbänden, Land und Forstwirtschaft, Landfrauen, Landjugend, Waldbesitzer und Lohnunternehmer heftige Kritik an der gegenwärtigen Kieler Koalition von CDU und Grünen. Mit dem Aktionsbündnis „bündeln sieben führende Verbände ihre Kräfte“, sagte der Bauernpräsident des Landes, Klaus-Peter Lucht, bei der Auftakt-Pressekonferenz der Initiative im Obstbaubetrieb Gut Warleberg Mitten Im Lande am Nord-Ostsee-Kanal. Er fügte hinzu, man wolle gemeinsam die Interessen der Menschen und Betriebe auf dem Land stärker in den Mittelpunkt der politischen Debatte rücken, „denn Zukunft wächst auf dem Land“.
So spricht der Präsident des Bauernverbandes von einem „katastrophalen Zustand im Umweltministerium“, das von den Grünen geführt wird. Seine Kritik wird von den anderen Verbänden geteilt und unterstützt. Rund 70 Prozent der Menschen in Schleswig-Holstein leben nicht in den größeren Städten. In dieser Formation hat das Aktions-Bündnis bundesweit eine besondere Rolle eingenommen. Für besondere Aufmerksamkeit sorgt das Mitwirken der Vereinigung der Unternehmensverbände Hamburg und Schleswig-Holstein (UV Nord). Hierzu gehören 107 Wirtschafts- und Arbeitgeberverbände in Hamburg und Schleswig-Holstein. Sie vertreten die Interessen von mehr als 66.000 Unternehmen mit rund 1,75 Millionen Beschäftigten. Insofern handelt es sich um eine großangelegte Unterstützungsaktion seitens des mächtigen Wirtschaftsverbandes im Norden.
Unternehmerverband: Ländliche Räume kein Nebenschauplatz
UV-Nord-Hauptgeschäftsführer Michael-Thomas Fröhlich: „Wer über die Zukunft Schleswig-Holsteins spricht, darf die ländlichen Räume nicht als Nebenschauplatz betrachten. Hier werden Lebensmittel produziert, Arbeitsplätze geschaffen, Wertschöpfung gesichert und Gemeinschaft gelebt.“
Einig sind sich die sieben Verbände in Hinblick auf die Koalition und insbesondere auf die Politik der Grünen im Lande: „Kein verlässlicher Partner, komplette Verweigerungshaltung gegenüber dem ländlichen Raum und moderner Landwirtschaft.“ Auch in dieser Analyse spielen sich die sieben Verbände die Bälle zu. Es fehle an Verlässlichkeit. Bauern-Präsident Lucht holt weiter aus: „Die Grünen laufen nur mit dem Thema Klimawandel durchs Land, drohen mit Verordnungs-Gesetzen. Wir aber wollen den freien Dialog“, stellte Lucht klar und fügte hinzu: „Wir vertrauen dieser Umweltpolitik nicht mehr.“
Auch CDU-Ministerpräsident Daniel Günther wird nicht verschont. „Günther hatte Angst vor einer Opposition aus SPD und Grünen, für das Land wäre eine Koalition mit FDP und SSW (Südschleswigscher Wählerbund) besser gewesen.“ Auch dieser Meinung schloss sich das Gremium an. Man wolle zusammen dem ländlichen Raum mit Blick auf die Landtagswahlen im nächsten Frühjahr „eine klare Stimme geben“, wie es heißt. Gemeinsam wartet man im Norden mit Spannung auf die Rede von Günther am 4. September auf dem Landesbauerntag im Rahmen der Agrarmesse „Norla“ in Rendsburg.
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